Gemeinsam, Leben verändern.

Unter diesem Motto agieren alle unsere Träger, auf deren Kompetenz und Rückenwind Sie sich als Erziehungsstelle bei uns verlassen können.

Kinder und Jugendliche benötigen einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen und ihre Persönlichkeit entfalten können. Mit Ihrer Erziehungsstelle gestalten Sie diesen Raum mit Herz, Wärme und individueller Fürsorge.

Erziehungsstelle bei der Kinder- und Jugendhilfe freiStil zu werden bedeutet, einem jungen Menschen Geborgenheit zu schenken, Hoffnung zu geben und ihm zu zeigen: Du bist willkommen, du bist wertvoll! Auch wenn das Leben schon schwierige Zeiten bereithielt oder besondere Herausforderungen zu bewältigen waren. Es bedeutet, gemeinsam zu lachen, zu wachsen und jeden Schritt des Lebens zu begleiten, mit Herz, Vertrauen und einem sicheren Zuhause. Es ist die Chance, Nähe und Liebe zu teilen und einen jungen Menschen sicher auf seinem Weg zu begleiten.

Sie haben weitere Fragen zum Thema Erziehungsstelle werden?
Dann nehmen Sie gerne direkt Kontakt mit uns auf!

Eine Erwachsene Frau mit einem jugendlichen Kind auf dem Sofa bei einer Kissenschlacht.

Bundesweit einzigartig

Auch wenn der Standort des Kinder- und Jugendhilfeträgers in Münster liegt, sind unsere freiStil-Erziehungsstellen bundesweit vertreten und bieten einzigartige Lebensumgebungen mit kreativen pädagogischen Konzepten. Falls Sie eigene konzeptionelle Ideen für Ihre Erziehungsstelle haben, helfen wir Ihnen gerne bei der Entwicklung eines individuellen Konzeptes und begleiten Sie von Anfang an.

Weil Erziehungsstellen mehr verdienen.

Unsere Leistungen für Erziehungsstellen:

  •  24-stündige Rufbereitschaft auch am Wochenende
  • Eignungszertifikat für Erziehungsstellen
  • monatliche systemische Fachberatung vor Ort in den Erziehungsstellen, die achtsam, respektvoll und transparent mit Ihnen gemeinsam Lösungen findet und entscheidet
  • vollumfängliche Unterstützung bei der Hilfeplanung und im Berichtswesen
  • bedarfsorientierte Pflegegelder und Tagessätze
  • transparentes Handeln zwischen Erziehungsstelle, Träger, Jugendamt, Vormund und Sorgeberechtigten/Eltern
  • Binnenversicherung für die Pflegekinder in der Erziehungsstelle
  • Hilfe und Unterstützung bei Antragstellung für Vormundschaft sowie bei allen Beihilfen für Pflegekinder
  • FASD Fachkräfte und Traumapädagogen im Beratungsteam des Trägers
  • Kinderschutzfachkräfte des Trägers, die bei Bedarf beratend unterstützen
  • regelmäßige Weiterbildungen online, sodass Sie bundesweit teilnehmen können
  • Anbindung an die BMC-Ambulanz der Fachhochschule Münster mit einem für Sie kostenlosen Beratungs-, Mediations- und Coachingangebot online für besondere Probleme im Hilfesystem
  • zusätzliche Supervision im Tagessatz immer enthalten

Fragen und Antworten

Was ist der Unterschied zwischen einer Pflegefamilie und einer Erziehungsstelle?

Eine Erziehungsstelle ist eine erweiterte, fachlich intensivere Form der Pflegefamilie. Diese wird durch den Fachdienst des Trägers freiStil vorbereitet und geprüft, erhält fortlaufend Weiterbildungsangebote und Supervision, und wird im gesamten Hilfeverlauf stets gut begleitet. Familien, Paare oder Einzelpersonen – oft mit pädagogischer Ausbildung oder besonderer Eignung – betreuen Kinder und Jugendliche, die meist auch einen höheren Unterstützungsbedarf und/oder Entwicklungsbeeinträchtigungen haben. Wer Erziehungsstelle werden möchte, erfüllt bestimmte Voraussetzungen und erhält dafür ein höheres Erziehungsgeld als den Pauschalbetrag sowie die fachliche Unterstützung und monatliche Beratung vor Ort durch den Kinder- und Jugendhilfeträger freiStil. Unser Team ist 24 Stunden rund um die Uhr für Sie da und geht auch in der Hilfeplanung mit in Verantwortung.

Mit Ihrer Erziehungsstelle schenken Sie jungen Menschen in Vollzeitpflege Geborgenheit, Vertrauen und Perspektiven. Der Träger freiStil hat dafür seit 2024 das Erziehungsstellenmanagement eingerichtet, eine zentrale Stabsstelle, die den Bewerbungsprozess koordiniert. Das Verfahren für Erziehungsstellen mit ihren individuellen Ausrichtungen umfasst mehrere Termine, deren zeitlicher Ablauf flexibel an den Verlauf der Bewerbung angepasst wird. Für weitere Informationen und persönliche Beratung können Sie jederzeit Kontakt mit unserem Erziehungsstellenmanagement aufnehmen oder das Kontaktformular auf unserer Webseite nutzen. Wir begleiten Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Weg zur Erziehungsstelle.

Unter dem Begriff Familie fassen wir die moderne, bunte Vielfalt zusammen, die Familie in ihren unterschiedlichen Lebensmodellen heutzutage ausmacht. Alle Formen der Familie sind willkommen, sofern Bereitschaft besteht, sich fachlich mit uns auf den Weg zu machen, und wir die gleichen Werte teilen. In unseren familienanalogen Wohnformen erfahren Kinder und Jugendliche emotionale Wärme, einen geregelten Tagesablauf, haltgebende Struktur, viel Zuwendung und vor allem Sicherheit. Die Erziehung setzt bei den Ressourcen an, fördert Kompetenzen und begegnet den jungen Menschen und ihren Bedarfen mit einem individualpädagogischen Blick, der die Besonderheit und Einzigartigkeit eines Menschen anerkennt und wertschätzt. Dabei kann eine Erziehungsstelle unterschiedliche Betreuungsformen nach SGB VIII annehmen, die auf den §§ 33.2 und 34 des SGB VIII basieren.

Erziehungsstellen nach § 33.2 im SGB VIII nennen wir bei freiStil Fachpflegestellen, da sich die kleine 2 hinter dem § 33 auf den zweiten Satz des Pflegeparagrafen bezieht. Dort heißt es: „Für besonders entwicklungsbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche sind geeignete Formen der Familienpflege zu schaffen und auszubauen.“ Wir schaffen deshalb gemeinsam mit Paaren, Einzelpersonen oder auch einer familiären Hofgemeinschaft ganz individuelle Möglichkeiten der Unterbringung für Kinder und Jugendliche, die nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Wir arbeiten hier auch mit nicht ausgebildeten Menschen zusammen, sofern die Bereitschaft besteht, sich durch den Träger beraten und qualifizieren zu lassen. Im familienanalogen Wohnen nach § 33.2 SGB VIII dürfen bei freiStil auch Großeltern und erwachsene Kinder im Alltag unterstützen und mitbetreuen, sofern sie geeignet sind und auch ein erweitertes Führungszeugnis eintragsfrei vorgelegt wird. „Manchmal braucht es ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Dieses schöne afrikanische Sprichwort beschreibt die Bedeutung der Gemeinschaft für die Erziehung und Entwicklung eines Kindes. Es braucht in jedem Fall jedoch auch einen verantwortlichen Fachdienst wie freiStil, der die betreuenden Menschen nicht nur überprüft, sondern sie in ihrer wichtigen und wertvollen Aufgabe auch nicht alleinlässt, sondern gut begleitet und berät

Pädagogische Fachkräfte mit Berufserfahrung können die Leitung einer Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft (SPLG) nach § 34 SGB VIII  übernehmen. Innerhalb des eigenen, geeigneten Wohnraumes leitet eine pädagogische Fachkraft selbstständig einen Einrichtungsteil mit intensiver, stationärer Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Sie erhält ein entsprechendes Honorar und übt die Tätigkeit beruflich aus. Anders als bei den Fachpflegestellen dürfen hier nur ausgebildete pädagogische Fachkräfte in der Betreuung tätig sein. Bei Bedarf werden in der SPLG externe Fachkräfte beschäftigt, die zum Tag- oder Nachtdienst hinzukommen und auch die Vertretung übernehmen können. Eine Betriebserlaubnis wird durch eine Landesbehörde erteilt, bevor eine erste Aufnahme eines Kindes erfolgen kann. Eine Entgeltvereinbarung für das intensive Familienwohnen mit der Stadt Münster zum Tagessatz liegt vor.

Uns begegnen immer wieder Kinder, die aufgrund ihres Alters, ihrer Biografie sowie ihrer besonderen Bedarfe nicht in die bekannten Modelle der Familienpflege passen. Jugendämter suchen daher intensiv nach Plätzen für ältere Kinder, Jugendliche und junge Volljährige. Hier erfolgt eine Belegung oft schneller, da keine Anbahnungsphase besteht, sondern der junge Mensch sich nach einem Kennenlernen selbst für eine Unterbringung entscheidet und altersentsprechend mitbestimmen kann. 

Erziehung steht in der Betreuung dieser Kinder nicht im Vordergrund, sondern hier geht es in erster Linie um ein aufrichtiges Beziehungsangebot oder den Erhalt eines solchen, wenn Pflegekinder älter werden. Unsere „Beziehungsstellen“ sind eine Ergänzung zu den herkömmlichen Erziehungsstellen und bieten Plätze und eine besondere wirtschaftliche und inhaltliche Rahmung für spezifische / erhöhte Bedarfe.

Wir arbeiten hierzu mit Betreuerpersönlichkeiten (m/w/d) zusammen, die durch ihre besondere Art und ihre wertebasierte, klare Haltung einen sicheren Beziehungsrahmen bieten können. 

Wir orientieren uns gemäß unserer Entgeltvereinbarung am Tagessatz der Westfälischen Pflegefamilien, der jährlich auch in seiner Berechnung veröffentlicht wird. Je nach Bedarf, der im Rahmen der Hilfeplanung festgestellt wurde, wird hier ggf. zusätzlich ein Multiplikator angewandt. 

Wir begleiten Pflegefamilien auf dem Weg zur freiStil-Erziehungsstelle  und arbeiten deutschlandweit. In einem persönlichen Gespräch informieren wir Sie gerne über die Möglichkeiten eines Trägerwechsels und die notwendigen Schritte zur Umsetzung.

Folgende Eckpunkte sind uns bei einem Trägerwechsel wichtig:

  • eine transparente Kommunikation unter Einbeziehung aller Beteiligten, wenn eine Erziehungsstelle oder Pflegefamilie ihren Träger wechselt
  • ausreichend Zeit für eine Fallübergabe
  • das Wohl des Kindes steht im Mittelpunkt

Ihr Ansprechpartner

Der Erziehungsstellenmanager lächelt zur Vorstellung in die Kamera.

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Über Uns

Erfahren Sie mehr über freiStil als bundesweiter Kinder- und Jugendhilfeträger, unseren Standort in Münster und NRW, sowie unsere Werte und unseren Anspruch in der Kinder- und Jugendhilfe.